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18.10.2017

Aktueller Pressespiegel

Jessings Kreuz


Restaurierung durch die Seniorengruppe des Heimatvereins

Bild: Frisch restauriert durch die Seniorengruppe des Heimatvereins
steht "Jessings Kreuz" jetzt in "Vehoffs kleinen Kurpark".


Frisch restauriert durch die Seniorengruppe des Heimatvereins steht "Jessings Kreuz" seit der vorigen Woche nicht weit von seinem alten Standtort in "Vehoffs kleinen Kurpark" am Kreisverkehr vor dem E-Center. Am Fest Kreuzerhöhung (Donnerstag 14. September) wird Pfarrer Heinrich Wernsmann um 18 Uhr das Wegekreuz segnen. Der Heimatverein lädt dazu, alle Interessierten herzlich ein.

Anschließend geht man zur St. Nikomedeskirche, um dort um 19 Uhr eine ökumenisches Andacht der Dankbarkeit für die Rückkehr des Stiftskreuzes zu feiern und sich dabei an die 1000- jährige Geschichte von Borghorst zu erinnern.

"Unsere Gemeinde war geprägt - ist geprägt von Kreuzzügen, Kriegen, Verfolgungen und der Reformation! 500 Jahre Trennung sind genug! Deshalb laden wir in diesem Jahr - im 500- jährigen Reformationsjahr - am Fest Kreuzerhöhung, zu einem ökumenischen Gottesdienst ein. Nach dem Gottesdienst erhalten sie eine Kerze für ihre Wegekreuzstation beziehungsweise ihren Bildstock. Wir bitten sie, diese Kerze nach dem Gottesdienst dort zu entzünden. Dieses Licht soll ein Zeichen für unseren Willen zur Einheit aller Kirchen sein. Setzen sie mit uns diese Zeichen!", schreiben dazudie Pfarrer Markus Dördelmann, Holger Erdmann  und Heinrich Wernsmann.

"Jessings Kreuz" wurde 1841, vor dem Jessin´schen Hausgarten an der Ecke Meer- Gantenstraße, zum Gedenken an den angesehenen Kaufmann Joseph Hendrik Jessing errichtet, der nach dem Versuch in eine Holländische Kolonie auszuwandern verschollen ist. Jessing vermarktete die Tuche der heimischen Weber und fuhr sie mit Planwagen nach Holland, vorwiegend in die westfriesischen Küstengebiete. Zurück brachte er dann Kolonialwaren wie Tee, Kaffee, Gewürze, um diese wieder zu verkaufen.

Mit großem Gepäck und sehr vielen Dukaten bestieg er am 3. September 1823 in Harderwijk das Schiff "Het Rotterdam'se Walroß". Man weiß nur, dass er sich während der Überfahrt nach Batavia (heute: Jakarta) als Seemann mit holländischem Pass verdingte, was ihn von der preußischen Wehrpflicht entband. In einem Schreiben vom 29. September 1843, dass Bernhard Friedrich Frahling in seinem Archiv bewahrt, ist nachzulesen, dass der Gesuchte am 12. April 1824 angekommen und mit voller Bagage vom Schiff gegangen ist, aber seither nicht wieder gesehen wurde. Diese Dunkelheit liegt auch heute noch über dem Kreuz, schreibt Frahling in den Heimatblättern.

Paul Ludwig Jessing, der Neffe von Joseph Hendrik Jessing kämpfte als Offizier der Nordstaaten gegen die konföderierten Südstaaten. Als 1863 die Nachricht aus Amerika kam, dass er seinen Verwundungen erlegen war, ließ man "Jessings Kreuz"  erneuern. 1975 wurde die Kreuzung am Kathrinenplatz neu gestaltet. Aus diesem Grund versetzte man das Wegekreuz an die Einmündung Münster- Kolpingstraße in den Garten der Familie Hagemann, dem jetzigen Vorplatz des Cafés Ello.

 

Bild: Zwei Lichter stellte man an "Kamers Kreuz"


von Karl Kamer




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Das Heimathaus Borghorst ist für Besichtigungen jeden 2. Sonntag im Monat von 15:00 Uhr bis 17:30 Uhr, sowie für Gruppen nach Vereinbarung, geöffnet. Der Eintritt ist frei. Bitte schauen Sie auch unter
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