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17.10.2017

Aktueller Pressespiegel

1. Borghorster Höfetour


Gelungene Verantaltung

Bei einer spannenden und abwechslungsreichen 1. Borghorster Höfetour des Heimatverein und LOV, der Landfrauen und Landjugend "Mit dem Rad von Hof zu Hof", konnten die Teilnehmer am Sonntag einen Einblick in die moderne Landwirtschaft bekommen. Sachkundige Ansprechpartner standen bereit, um Auskunft über die tägliche Arbeit mit ihren Tieren zu geben.

Auf dem Hof Stegemann in Ostendorf am Fleigenweg, ein Familienbetrieb mit Direktvermarktung werden Schweine und Hühner gehalten. Durch ein Stallfenster mit entsprechend vorgebauter Bühne konnten die Besucher sehen, wie die Schweine gerade mit einem Ball spielten. Wie der Transport der Tiere abläuft wurde mit einem modernen LKW gezeigt. Dazu gab es landwirtschaftliche Maschinen zu sehen. Für die Kinder stand ein Modell Mähdrescher bereit, an dem sie eine Strecke "vom Korn zum Brot" mit einem Trettrecker selber abfahren konnten, um den Weg des Getreides vom Acker, bis zum Brot auf dem Tisch, besser zu verstehen.

Der Hof Böcker in Wilmsberg präsentierte sich als klassischen Familienbetrieb mit  Ackerbau, Bullen- und Schweinemast. Allein rund 200 Mastbullen stehen auf diesem Hof zwölf bis dreizehn Monate in den Ställen, bis sie zum Schlachthof gehen.

Die Jäger hatten bei Böcker einen Infostand aufgebaut und die Imkerei Kreft war sogar mit einem Bienenschwarm gekommen, um den Gästen den Weg von der Wabe bis zum Glas zu erklären. "Die sind überhaupt nicht aggressiv, es ist eine ganz friedliche Rasse", beruhigte Bettina Kreft ihre Besucher, als die kleinen Honigsammler umher summten. Gleich nebenan bot die Familie Uhlenbrock frische Erdbeeren an.

Maik Münnemann, seit fünf Jahren Mitarbeiter des Forstbetriebes Stöppler in Wilmsberg, war noch am Freitag mit seinem Team und einem schweren Harvester (ein Holzvollernter) aus dem Südharz zurück gekommen. Bereitwillig erklärte der Fachmann die unterschiedlichsten Maschinen, wie den Forwarder, ein  Rückezug oder Tragrückeschlepper, der wie früher die Kaltblutpferde, das geerntetes Holz aus dem Bestand an den LKW-befahrbaren Waldweg vorliefert. Münnemann macht den deutschlandweiter Einsatz bei Stöppler sichtlich Spaß.

Gleich nebenan präsentierten die Treckerfreunde alte Holztechniken, unter Anderem eine mit Flachriemen angetriebene Bandsäge Baujahr 1937, verschieden Kreissägen, Holzspalter und 17 alte Trecker. Und etwas weiter hatte Karl- Heinz Ribbers aus Emsdetten sein modernes und mobiles Sägewerk aufgestellt.

Leckere frische Milch war das Thema auf dem Hof Drerup in Dumte. Gleich bei betreten der Hofstelle spiegelte es sich in einer Milchbar wieder, in der Eva- Maria und Teresia Drerup leckere Milchshakes anboten. Bei Drerup handelt es sich um einen gewachsenen Familienbetrieb dessen Schwerpunkt die Haltung von Kühen ist. Äußerst großes Interesse weckte ein moderner Melkroboter, der die Kühe ganz selbständig melkt. Die Besucher konnten sehen, wie die Tiere nach ihrem befinden zu dem automatischen Melksystem (AMS) kommen, wie das Melkgeschirr automatisch und ohne jegliche manuelle Hilfe mit mit einem Erkennungssystemen an das Euter der Kuh angeschlossen wird. Durch eine Datenerfassung erhält der Bauer dazu Informationen zur Tiergesundheit und einen optimaler

Herdenüberblick. Das es den Kühen in der offen Stallanlage, in der sie sich frei bewegen können sehr gut geht, konnten selbst die Laien erkennen. Bereitwillig gingen die Tiere zu einer automatischen Waschanlage, um sich abschrubben zu lassen. Selbst der Boden des Stalls wurde automatisch gereinigt.

Äußerst sachkundig und mit Begeisterung erklärte die Freundin des Bauern Katharina Berning das Melksystem. "Jede Kuh hat auf unserem Hof einen Namen. Man sagt, wenn die Kühe einen Namen haben, geben sie mehr Milch", erklärte sie. Die Fachfrau im Marketingbereich einer Firma in Emsdetten, kümmert sich am Feierabend aber am liebsten um ihre Pferde. Mitglieder der Landesvereinigung der Milchwirtschaft NRW waren bei Drerup mit einem Infostand vertreten.

Für die Kinder gab es auf allen Hofstellen Spielmöglichkeiten. Um das leibliche Wohl ihrer Gäste kümmerten sich die Landfrauen mit selbst gebacken Kuchen und gegrillten Würstchen. Die Landjugend war für die Getränke zuständig. Mitglieder Wandergruppe des Heimatvereins hatten eine schöne Radstrecke markiert.

Der Vorstand des Heimatvereins zog bei seinem Treffen am Montagmorgen eine äußerst positive Bilanz über die Höfetour am Sonntag. Besonders bewegt habe vielen Gästen die Geburt eines Kälbchens, die sie miterleben durften.

"Das war eine rundum gelungene Höfetour. Wir hatten Besucher aus dem ganzen Münsterland und bekommen Lob von allen Seiten", freut sich der Vorsitzende Franz Josef Schönebeck über die gelungene Aktion mit dem LOV, den Landfrauen und der Landjugen, den Imkern und Jägern.

Ulrike und Reinhard Berger formulierten ihren Dank in dieser E- Mail.

Betreff: "Erlebnis Landwirtschaft"
Mitteilung: Liebe Mitglieder des Heimatvereins! Ein ganz herzliches Dankeschön für die Organisation und Durchführung für "Mit dem Rad von Hof zu Hof". Es war ein tolles Erlebnis! Eine sehr schöne Radstrecke, viel Interessantes, Neues, Leckeres, freundliche Menschen und sehr gepflegte Höfe haben uns begeistert. Eine Gartentour haben wir vor Zeiten schon einmal
mitgemacht und waren auch davon sehr angetan. Die Mühe und Zeit die investiert wurde hat sich gelohnt, denn viele besucher wurden schöne, erlebnisreiche Stunden geschenkt!

U. und R. Berger

von Karl Kamer

 




Öffnungszeiten Heimathaus

Das Heimathaus Borghorst ist für Besichtigungen jeden 2. Sonntag im Monat von 15:00 Uhr bis 17:30 Uhr, sowie für Gruppen nach Vereinbarung, geöffnet. Der Eintritt ist frei. Bitte schauen Sie auch unter
nach, dort sind die Termine aufgeführt.

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