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17.12.2017

Aktueller Pressespiegel

Ein Bilderbuch-Fabrikant


Erinnerungen an Arnold Kock


90 Interessierte erschienen einen Tag vor dem 125. Geburtstag von Unternehmer Arnold Kock im Haus Tümler, um Hans Jürgen Warnecke zuzuhören, aber auch, um miteinander Erinnerungen auszutauschen.   Foto: ka

Borghorst - Nach dem Vortrag war der Abend lange nicht beendet. Es gab noch reichlich Redebedarf. „Als Borghorst noch lebte – 66 Jahre Borghorster Bürger“ – so hatte Hans Jürgen Warnecke einen sehr persönlichen Abend überschrieben. 90 Interessierte hörten dem Heimatforscher gerne zu und tauchten dabei mit ihm in alte Erinnerungen ein.

Warnecke ging nach seinem Rückblick von Tisch zu Tisch. Der Textilingenieur beantwortete Fragen und hörte sich die Geschichten seiner ehemaligen Arbeitskollegen aus der Weberei Kock, der Bleicherei Wilmsberg, der Spinnerei Gebrüder Kock und der Hemdenfabrik August Beckmann an. „Vor 66 Jahren kam ich in Borghorst an.?.?.“, fasste der gebürtige Ochtrupper den eigenen Lebensweg zusammen.

Warnecke war 1947 erstmals mit einer Jungengruppe nach Borghorst geradelt, um sich das Fußballspiel Arminia Ochtrup gegen Preußen Borghorst anzuschauen. Später wohnten die Warneckes auf der Abteistraße: „Zum Einkaufen gingen wir zu Frida Bülter. Brot und feinen Kuchen kauften wir bei Badde und Fleisch und Wurst bei Bittner und Huesmann.“ Die Gründung des Brieftaubenvereins „Bleib treu“ sei ein wichtiger Lebensabschnitt für ihn gewesen. Mit den Brieftauben kam er zur Familie Haverkamp, in der er Plattdeutsch lernte, die für seine spätere Arbeit im Staatsarchiv wichtig war.

Der Übergang von der Schule in den Betrieb sei ihm schwer gefallen, keine Ferien und nur zwölf Tage Urlaub. Aber dafür fand Warnecke an seinem Arbeitsplatz Freunde. Er unterschrieb einen Lehrvertrag als Weber und Industriekaufmann. „Textilstadt im Grünen“ war in der Blütezeit der Borghorster Werbeslogan.

Genau am Vorabend des 125. Geburtstags von Arnold Kock hatte der Heimatverein die Veranstaltung gelegt. „Arnold Kock war ein Unternehmer, den man sich nur wünschen kann“, sagte Warnecke. Rund 2000 Mitarbeiter waren einmal bei Kock in Borghorst und den Zweigbetrieben in Haltern und Schöppingen beschäftigt.

Von Karl Kamer

Ein Artikel aus den Westfälischen Nachrichten vom 21.03.2014
www.westfaelische-nachrichten.de.




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Das Heimathaus Borghorst ist für Besichtigungen jeden 2. Sonntag im Monat von 15:00 Uhr bis 17:30 Uhr, sowie für Gruppen nach Vereinbarung, geöffnet. Der Eintritt ist frei. Bitte schauen Sie auch unter
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