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17.10.2017

Aktueller Pressespiegel

Vogelstimmenwanderung durch das Emsdettener Venn


Pfeifkonzert im Federkleid


Ausgerüstet mit Ferngläsern machte sich die Gruppe der Heimat- und Naturfreunde aus Borghorst zusammen mit Frank Peterskeit auf den Weg durchs Emsdettener Venn, um Vögel zu beobachten und an ihrem Gesang zu erkennen. Foto: ka

Borghorst - 26 Naturfreunde sind der Einladung des Borghorster Heimatvereins gefolgt, mit Frank Peterskeit eine Vogelstimmenwanderung durchs Emsdettener Venn zu unternehmen. Schon zu Beginn sind die Wanderer seltenen Vogelarten begegnet.

„Das war ein wunderschöner Abend“, haben 26 Naturfreunde des Borghorster Heimatvereins von einer Vogelstimmenwanderung geschwärmt, die sie mit Frank Peterskeit durch das Emsdettener Venn unternommen haben. „Diese Perle der Natur liegt direkt vor unserer Haustür”, sagte Peterskeit zum Beginn des Abends. Das Feuchtwiesengebiet mit seinem Grünland und den kleinen Wasserflächen (Blänken) sei ein Paradies für die Wiesenvögel, und von diesen gab es am Freitag viele zu hören und zu sehen.

Nachdem die Gruppe gleich zu Beginn den Feldspatz und eine Bachstelze beobachtet hatte, wurden die Ferngläser auf eine Uferschnepfe gerichtet, die sich in ihrem Prachtkleid, einem Rücken mit verschiedenen Brauntönen und schwarzen Flecken, dem rotbraunen Kopf und dem langen, geraden, gelb-orangen Schnabel mit schwarzer Spitze, in der Abendsonne präsentierte.

Damit sich seine Zuhörer die Eigenarten der Vögel besser merken konnten, baute Peterskeit kleine Geschichten ein, wie zum Beispiel die schöne Erzählung vom Zaunkönig, der der Bachstelze zur Hochzeit den langen Schwanz auslieh und seither mit einem Stummelschwanz auskommen muss. Die Heimatfreunde hörten den großen Brachvogel oder Venntüte mit seinem lang gebogenen Schnabel trillern und sahen den Kiebitz im auffälligen Wuchtflug laut rufend über sein Revier kreisen.

Unübersehbar waren die Kanadagänse, die sich seit einigen Jahren auch in den Feuchtwiesen des Naturschutzgebietes heimisch fühlen. Dazu waren bei der einsetzenden Dämmerung viele Rehe zu sehen.

Ein satter Duft nach Torf und die gedämpfte Stille, dazu ein beeindruckender Sonnenuntergang begeisterte die Heimatfreunde im Moor. Als Peterskeit seinen Gästen auf dem Rundweg das ganz seltene Braunkehlchen zeigen konnte, freute er sich. Man hörte die Goldammer singen und die perlenden Klänge des Rotkehlchens. Dazu sahen die Vogelfreunde das Schwarzkehlchen und die Rohrweihe, von der es in diesem Gebiet etwa drei Brutpaare gibt, über die Moorfläche gaukeln.

„Es ist viel Gutes passiert”, erklärte der Naturfreund, als er davon erzählte, wie man das Emsdettener Venn der Natur zurückgibt. Das Potenzial der typischen Moorpflanzen sei noch da. Die Rosmarienheide kehre zurück. Die Gruppe sah das charakteristische Wollgras und den Sonnentau, die Fleisch fressende Pflanze, sprießen.

Große Flächen des Emsdettener Venns sind in öffentlicher Hand. Der Feuchtwiesenschutz habe im Kreis Steinfurt einen hohen Stellenwert und die Zusammenarbeit mit den Landwirten gelinge gut, erläuterte der versierte Vogelkundler. Die Wanderer spendeten ihm für seine Infos zum Abschluss des Abends einen dicken Applaus.

Von Karl Kamer

Ein Artikel aus den Westfälischen Nachrichten vom 07.05.2013
www.westfaelische-nachrichten.de

 







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